Sehenswürdigkeiten in Sindelfingen 
Sehenswürdigkeiten in Sindelfingen

Sehenswürdigkeiten in Sindelfingen


Martinskirche

In der Stadt Sindelfingen steht eine der ältesten Kirchen in Baden-Württemberg. Es ist die Martinskirche, die schon im Jahre 1083 die Weihe bekommen hat. Es ist eine protestantische Kirche. An dieser Stelle stand wohl schon im 7. Jahrhundert die erste Kirche. Später fanden Ärchäologen bei einigen Grabungen an dieser Stelle einen christlichen Friedhof, der wohl aus dem 8.J ahrhundert stammt. Ab dem Jahr 1050 begannen auf den alten Grundmauern die Bauarbeiten. Es entstand eine romanische, dreischiffige Basilika. Durch eine Stiftung von Graf Adalbert II. von Calw wurde daraus ein Benediktinerkloster. Später wurde dieses zu einem weltlichen Chorherrenstift umgewandelt. Bereits im Jahr 1080 begannen die Bauarbeiten an der heutigen Kirche. Geweiht wurde die Kirche 1083 vom Bischof von Würzburg ebenso durch den Erzbischof von Salzburg. Trotzdem wurde sie erst unter Welf VI. von Spoleto im Jahre 1132 fertig gestellt. Den ersten evangelisch-lutherischen Pfarrer Martinus hatte Sindelfingen bereits im Jahre 1540 und die Kirche ist in einer typischen Basilikaform erbaut. Dazu gehört ein Glockenturm (Campanile), hierbei merkt man den romanischen Einfluss. Ein Kruzifix im Chor wird wohl aus der Zeit um das Jahr 1600 stammen. Die Buntglasfenster stellen die Leidens- bzw. die Lebensgeschichte Jesus Christus dar, es wird seine Geburt bis hin zur Auferstehung gezeigt. Ebenso wie durch die tollen Buntglasfenster ist die Martinskirche bekannt durch ihr Glockengeläut. Es sind sechs Glocken und eine kleine Vesper -und Schulglocke, die im Seitenturm hängt. Die größte ist die Christusglocke, sie wiegt 4820 Kilogramm und zählt zu den klangbesten Glocken in Baden-Württemberg.


Kunstmuseum Schauwerk

Im Kunstmuseum Schauwerk in Sindelfingen findet man eine große Auswahl aus über 3000 Werken verschiedener Künstler. Ausgestellt werden die Exponate auf über 6000 qm. Natürlich werden immer nur handverlesene Stücke gezeigt. Die zuständige Direktorin des Museums hat die Auswahl, in Rücksprache mit dem Sammler, getroffen. Es wurde im Juni 2010 eröffnet und präsentiert moderne Kunst. Die ältesten Stücke stammen aus den 50er Jahren. Das Museum hat die Stadt Sindelfingen dem Ehepaar Schaufler zu verdanken. Dieses kunstinteressierte Ehepaar hat in über 30 Jahren diese Werke zusammen getragen. Peter Schaufler ist Unternehmer, seine Ehefrau Christiane Schaufler-Münch stand ihm in den letzten Jahrzehnten immer mit ihrem ausgeprägten Kunstgeschmack zur Seite. Im Kunstmuseum Sindelfingen präsentiert dieses außergewöhnliche Ehepaar internationale und zeitgenössische Kunst. In diesem Museum findet sich auch eine der größten Privatsammlung in Deutschland. Vor allen Dingen werden in dieser Ausstellung die Werke der ZERO- Gruppe, Konkrete Kunst, Minimal Art und Konzeptkunst gezeigt. Auch Stücke der zeitgenössischen Fotografie sind zu bestaunen. Viele Exponate sind sehr exklusiv und stammen unter anderem aus Asien, Italien, Frankreich und Südamerika. In Teilen der ehemaligen Fertigungs- und Lagerhallen der Firma Bitzer Kühlmaschinen GmbH entstanden großzügige Ausstellungsflächen. Dazu wurde noch ein Anbau an das bestehende Gebäude hinzugefügt und somit ist das Kunstmuseum ein großer und weitläufiger Komplex geworden. Getragen wird dieses Museum von der Schaufler-Stiftung, diese wurde 2005 von Herrn Peter Schaufler ins Leben gerufen beziehungsweise gegründet. Diese Stiftung fördert sehr viele Gebiete der Kunst und Kultur, sowie auch der Wissenschaft. Ebenfalls wird die Forschung der Kältetechnik unterstützt.




Galerie der Stadt Sindelfingen – das Lütze Museum

Im Jahr 1990 wurde in neuen Räumen die Galerie der Stadt Sindelfingen - Lütze Museum eröffnet. Die Gestaltung wurde von dem Architekten Joseph Paul Kleihues aus Berlin übernommen. Die Galerie wurde in einem Komplex aus zwei Teilen untergebracht. Ein Teil bestehtaus dem alten Rathaus von 1845 und der andere Teil ist ein Oktogon, so wurde etwas Altes mit etwas Neuem verschmolzen. Bereits 1986 erwarb die Galerie eine Sammlung von über 1200 Werken, diese Sammlung umfasst Stücke der Kunst aus Süddeutschland. Diese reichen von 1870 bis in die heutige Zeit und liefert einen breit gefächerten Einblick beziehungsweise eine Kunstreise durch das 20. Jahrhundert. Hauptsächlich werden Ausstellungen der süddeutschen Gegenwartskunst gezeigt, das ist einer der Schwerpunkte des Lütze - Museums. Es werden auch deutsche und internationale Werke gezeigt, meist in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Kunst + Projekte Sindelfingen e.V. Ein Teil der Ausstellung zeigt die Arbeiten des Leibl – Kreises, auch Stücke der Neuen Sachlichkeit und des Informel sind zu besichtigen. Der eigentliche Schwerpunkt der Galerie liegt bei der "Karlsruher Figuration" von HAP Grieshaber sowie dessen Nachfolge und die Kunst der Gegenwart. In verschiedenen Sonderausstellungen widmet sich die Galerie auch dem Schaffen von zeitgenössischen Installationen, Malereien, Skulpturen und den neuen Medien. Zusätzlich werden von dem Museum auch eine große und sehr umfangreiche Sammlung betreut. Diese Skulpturen, Plastiken und Installationen werden in öffentlichen Räumen der Stadt Sindelfingen ausgestellt. Die Galerie ist jederzeit einen Besuch wert. Vor allen Dingen dann, wenn man sehr interessiert ist an diesen Kunstwerken.


Stadtmuseum

In Sindelfingen gibt es genauso wie in jeder Stadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Nicht jede kann hier aufgeführt werden, es soll hier nur um das Stadtmuseum gehen. Dieses Museum gibt es seit 1958, also über 50 Jahre. Es befindet sich inmitten der historischen Altstadt von Sindelfingen. Die Anfänge des Bauwerkes waren sehr dürftig, doch inzwischen bietet das Museum eine Fläche von 450 m². Den Besuchern wird hier die Geschichte der Stadt näher gebracht und erklärt. Des Weiteren wird auch Volkskundliches gezeigt. Die Zeitspanne umfasst die Vorzeit bis in das 19. Jahrhundert hinein. Damals waren dort Römer und Alemannen anzutreffen, außerdem sind in dem Museum zahlreiche archäologische Funde zu bewundern. Und wer sich einen Überblick über den Alltag und die Lebensverhältnisse von damals machen möchte, sollte dazu ebenfalls das sehenswerte Gebäude besichtigen. Doch das Besondere in diesem Museum ist die bäuerliche Stube, die aus dem 19. Jahrhundert stammt sowie das exakt nachgestellte Stadtmodell, so wie die mittelalterliche Stadt Sindelfingen in der Zeit um 1830 aussah. Im zweiten Geschoss werden den Besuchern die verschiedenen Handwerksberufe vorgeführt. Herausragend dabei sind die Landwirtschaft sowie die Weberei. Noch eine Etage höher betritt man eine Fläche von 90 m². Dort dreht sich alles um historisches Spielzeug, dazu gehören Puppenstuben, verschiedene Kaufläden und sogar ein richtiger und vollständiger Jahrmarkt kann hier bewundert werden. Egal ob Jung oder Alt, jeder der sich zu Besuch in Sindelfingen aufhält, sollte einen Abstecher in das Stadtmuseum nicht verpassen. Und bestimmt besonders interessant auch für Fans der Geschichte, da mittelalterliche Verhältnisse nachempfunden werden können.


Haus der Donauschwaben

Überall in der ganzen Welt verstreut leben sogenannte "Donauschwaben". In der schwäbischen Stadt Sindelfingen haben die Donauschwaben sogar ein Haus gegründet, in dem sie verschiedene Organisationen untergebracht haben. Bereits seit mehr als 40 Jahren besteht dieses "Wahlheimathaus". Hier ist das geistige, kulturelle und emotionale Zentrum der Donauschwaben stationiert. Aus diesem Zentrum heraus haben viele Landsleute in der ganzen Welt miteinander Kontakt. Auch außerhalb von Europa, zum Beispiel in Amerika, Südamerika, Kanada, Australien und in vielen anderen Ländern auf dieser Erde, leben Donauschwaben. Diese versuchen, über dieses Haus der Donauschwaben miteinander ihre Gemeinschaft zu pflegen und zu erhalten. Ebenfalls befinden sich auch eine tolle Bibliothek, der Arbeitskreis, donauschwäbischer Familienforscher und sehr viele andere Institutionen und Verbände hier. Seit der Einweihung am 7. November 1970 ist das Haus der Donauschwaben der Mittelpunkt des Kulturlebens der donauschwäbischen Gemeinschaft. In diesem Zentrum hat man die Möglichkeit, sich Informationen aus der ansässigen Bibliothek zu holen oder jemanden suchen zu lassen, mithilfe der Nachforschung. Wenn man sich für die Geschichte der Donauschwaben interessiert oder selbst Nachfahre eines Donauschwaben ist, kann man in diesem Zentrum auch sehr viele Dokumente finden. Donauschwaben kommen aus verschiedenen Ländern der Welt. Dazu gehören Ungarn, Rumänien und das ehemalige Jugoslawien. Auch finden im Haus der Schwaben immer wieder in regelmäßigen Abständen verschiedene Veranstaltungen statt. Dazu gehören Ausstellungen, Konzerte, Dichterlesungen, Vorträge und auch Filmabende. Damit möchten die Mitglieder und Besucher des Hauses sich immer wieder gerne an ihre Heimat erinnern und somit ihre Heimat nie in Vergessenheit geraten zu lassen.


Haus zur Geschichte der IBM - Datenverarbeitung

Das Haus zur Geschichte der IBM wurde 1994 in der früheren IBM-Lochkartendruckerei in Sindelfingen eröffnet. Auf über 600 m² befindet sich die Sammlung der wichtigsten IBM- Produkte, aus über 100 Jahren Geschichte von IBM in der Datenverarbeitung. Viele Maschinen, aus verschiedenen Epochen der Entwicklung bei IBM, werden von Pensionären der Firma instandgehalten und präsentiert. Einige dieser Maschinen erlebt der Besucher noch in voller Funktionalität in Vorführungen. Bei einer Volkszählung in den USA 1890 wurden 96 Geräte mit den Systemen von IBM benutzt, die von Hermann Hollerith entwickelt wurden. Um 1900 bis in die 60er Jahre wurde in der elektromechanischen Datenverarbeitung, mit dem Lochkartensystem, nummerisch und alphabetisch gearbeitet. Zum größten Teil wurden die Tabelliermaschinen DEHOMAG D11 und IBM 421 zur Datenverarbeitung verwendet. In der nächsten Abteilung wird der in den späten 50er Jahren entwickelte Magnettrommelrechner IBM 650 vorgestellt. Ebenfalls ist das Urgestein aller Magnetplattenspeicher, der IBM 355, zu bewundern. Bei dem Magnettrommelrechner IBM 650 gibt es noch eine Besonderheit zu bewundern. Man konnte im Jahr 1957 bis zu 4 externe Geräte anschließen, was den direkten Zugriff auf 24 Millionen Zeichen ermöglichte. Viele technische Entwicklungen folgten ab dem Jahr 1959. Angefangen bei dem EDV-System 1401, dem IBM-System 360 Modell 20, der Systemfamilie IBM 370 über das System IBM 4361 bis zum Großrechner der Serie 390. Auch sind in diesem Haus der Geschichte von IBM verschiedene Entwicklungen von Systemen zu sehen, die in Kauf- und Warenhäusern sowie in Bankterminals als Aus- und Eingabegeräte für die Datenverarbeitung im Einsatz waren, zu bewundern.




Haus der Handweberei

Schon im 19.Jahrhundert befand sich ein Zentrum der Handweberei Württembergs in Sindelfingen. In diesem Jahrhundert mussten die Leute meist doppelt arbeiten, da eine Erwerbsquelle nicht reichte, um eine große Familie zu ernähren. So hatten die meisten Weber auch eine Landwirtschaft. Das Weberhandwerk hat das Leben der Menschen lange dominiert. Im Winter konnte man auf dem Feld nichts anbauen. So wurde vor allen Dingen in den Wintermonaten sehr viel gewoben. So konnten die Menschen auch in der kalten Jahreszeit Geld verdienen. In der sozialen Not blieb den Bauern nichts anderes übrig. Dieser und viele weitere Aspekte der Weberei werden in diesem Museum gezeigt. Viele historische Webrahmen, sogenannte Webstühle, sind dort ausgestellt ebenso wie Textilien aus heimischer Produktion. Einige Weber haben ihre Dokumente und Pläne aufbewahrt, so dass auch diese bestaunt werden können. Das Webhandwerk ist schon lange tief verwurzelt in Sindelfingen. Auch in der heutigen Zeit kann man in diesem Haus Webkurse besuchen und sich das Handwerk aneignen. Das ist eine tolle Tradition, somit wird dieses wundervolle Handwerk nicht in Vergessenheit geraten. Ebenso wie regelmäßig Webkurse angeboten werden, kann man mit Kindern eine tolle Führung durch das Haus der Handweberei machen. Dieses ist für Kinder oft sehr interessant, da sie manchmal unter dem Beruf des Webers sich gar nichts vorstellen können, wie schwer und anstrengend dieser Beruf wirklich gewesen ist. Das Haus der Handweberei hat an verschiedenen Tagen in der Woche geöffnet. Der Eintritt ist frei. Wenn man an einer Führung interessiert ist, sollte man dies vorher anmelden.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Sindelfingen

Bundesland:
Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:
Stuttgart

Landkreis:
Böblingen

Höhe:
449 m ü. NN

Fläche:
50,85 km²

Einwohner:
60.475

Autokennzeichen:
BB

Vorwahl:
07031

Gemeinde-
schlüssel:

08 1 15 045



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